Continentale Leistungen und Beiträge

Berufshaftpflichtversicherung neuer Tarif ab dem 01. Juli 2018

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Allgemeines

Mit dem Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung übernimmt die Continentale für Sie folgende Aufgaben:

Der Versicherer prüft zunächst ob Sie, als Versicherter, gegenüber dem Geschädigten haften. Ist die Haftung gegeben und es handelt sich um einen versicherten Sachverhalt, so wird vom Versicherer als nächstes geprüft, ob die Ansprüche des Geschädigten der Höhe nach berechtigt sind. Verläuft die Haftungsprüfung positiv, so wird der Versicherer berechtigte Ansprüche des Geschädigten bedingungsgemäß befriedigen. Verläuft die Haftungsprüfung negativ, dann wehrt der Versicherer die Ansprüche ab.

Sollten Sie als Versicherungsnehmer vom Anspruchsteller daraufhin verklagt werden, so führt die Continentale den Rechtsstreit auf eigene Kosten und in Ihrem Namen (so genannte Rechtsschutzfunktion der Haftpflichtversicherung). Bei ungünstigem Prozessausgang – das Gericht verurteilt Sie zur Zahlung – muss der Versicherer, außer der Entschädigungsleistung, auch die Prozesskosten übernehmen.

Details für den interessierten Leserkunden

Haftpflicht bedeutet die Verpflichtung, einen materiellen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden zu ersetzen, den man einem anderen zugefügt hat. Haftungsrechtliche Normen sind über verschiedene Gesetze verstreut. Wegen der in den Rechtsvorschriften enthaltenen Schadenersatzverpflichtung sind die Haftpflichtversicherung und ihre richtige Gestaltung für jedes Unternehmen von besonderer Bedeutung.

Im Gegensatz zu anderen Versicherungszweigen folgt der Versicherungsvertrag in der Haftpflichtversicherung einem komplizierten Aufbausystem, das sich im Laufe der Zeit in der Praxis herausgebildet hat. Grundlage des Haftpflichtversicherungsvertrages sind zunächst Allgemeine Versicherungsbedingungen. Sie werden z. Z. noch von der Mehrzahl der Versicherer mit nahezu gleichem Wortlaut verwendet und kurz als AHB bezeichnet.

Dieses Bedingungswerk stellt gewissermaßen den Standardschutz einer jeden Haftpflichtversicherung dar. Durch die „Besondere Bedingungen und Risikobeschreibungen“ (BBR) und ggf. einzelvertragliche Vereinbarungen werden die AHB ergänzt bzw. zum Vorteil des Kunden abgeändert bzw. erweitert. Das gilt auch hier.

In der Sachversicherung kennt man Versicherungswerte. Das gibt es in der Haftpflichtversicherung nicht. Deshalb kann auch – anders als beispielsweise in der Feuerversicherung – keine Unterversicherung entstehen. Die Haftpflichtversicherung ist quasi eine Versicherung auf erstes Risiko. Ohne Rücksicht auf die Höhe des einzelnen Schadens wird in der Haftpflichtversicherung in jedem Versicherungsfall bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssummen geleistet.

Für die Höhe der Deckungssummen gibt es allerdings keinen absoluten Maßstab. Zu bedenken ist, dass das Unternehmen ggf. in unbegrenzter Höhe haften muss. Die vereinbarten Deckungssummen in Höhe von 3, 5, 7,5 oder 10 Mio. Euro stellen den Standard dar, den die Versicherungsgesellschaften im Bereich der Berufshaftpflichtversicherung z. Z. bieten.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die gesetzliche Haftpflicht aus den im Versicherungsschein und seinen Nachträgen angegebenen Eigenschaften, Rechtsverhältnissen und Tätigkeiten (versichertes Risiko). Das ist die sachliche Umgrenzung des Versicherungsschutzes. Die versicherten Risiken werden im Versicherungsvertrag entweder aufgezählt oder mit Hilfe der so genannten Betriebsbeschreibung pauschal erfasst.

Versichertes Risiko: Versichert ist was?

Die versicherte Risikobeschreibung, wird bei der Continentale bewusst offen formuliert, um dem sich ständig ergänzenden / wandelnden Berufsbild im Heilwesensegment gerecht zu werden, ohne dass der Kunde nach jeder Fortbildung an seine Haftpflichtversicherung denken und neue Therapieformen bestätigen lassen muss.

Wenn Sie z.B. Heilpraktikerin sind, so sind alle Tätigkeiten und Behandlungen versichert, die dem Beruf eigen und ihm zuzurechnen sind, sofern hierfür aufgrund der Aus-/Fortbildung eine Befähigung vorliegt, und nicht explizit als ausgeschlossen aufgeführt wird. Dies gilt auch für inverse Behandlungen. Sie haben in diesem Kontext die volle Therapiefreiheit.

So steht es ausführlicher auf „Versicherungsdeutsch“ geschrieben:

Versichert sind alle Tätigkeiten und Behandlungen, die der Versicherungsnehmer und seine Mitarbeiter aufgrund ihrer jeweiligen Ausbildung und Fortbildung vornehmen dürfen, sofern dem keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften sowie behördlichen Auflagen oder Verbote entgegenstehen und/oder im Teil III „Risikobegrenzungen“ unter Ziffer 3 „Nicht versicherte Risiken“ keine entsprechenden Einschränkungen aufgeführt sind. Dies gilt auch für Tätigkeiten und Behandlungen, die ohne ausdrückliche ärztliche Verordnung durchgeführt werden.

Mitversichert ist außerdem die persönliche gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers aus

  • der Vertretung eines vorübergehend verhinderten Berufskollegen (z. B. bei Urlaub, Erkrankung, Wehrdienstübung, Geschäftsreisen, Teilnahme an Messen und Kongressen)
  • der Beschäftigung eines vorübergehend bestellten Vertreters (z. B. bei Urlaub, Erkrankung, Wehrdienstübung,
    Geschäftsreisen, Teilnahme an Messen und Kongressen). Nicht mitversichert ist die persönliche gesetzliche Haftpflicht des Vertreters, dazu braucht er eine eigene Berufshaftpflichtversicherung
  • der Erstellung von Gutachten (bis 100.000,- Euro)
Ausnahme für Heilpraktiker
Für Heilpraktiker gilt, dass rein kosmetisch-ästhetische Behandlungen wie z.B. Faltenunterspritzungen mit Hyaluronsäure als ausgeschlossen gelten. Hierfür muss bei der Continentale eine gesonderte Vereinbarung mit einem kleinen Zuschlag vereinbart werden. Weitere Informationen erhalten Sie hierzu auf meiner Seite „Schönheitsbehandlungen„.
Besondere Leistungen und weitere versicherte Nebenrisiken im folgenden Kurzüberblick
„.
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Beitragsangleichung Haftpflicht 2018

Beitragsangleichung in der Continentale Berufshaftpflichtversicherung ab dem 01.07.2018
analog Ziffer 15 bzw. § 8 III AHB.

Alle Verträge der Continentale im Bereich der „gewerblichen“ Haftpflichtversicherung werden zwischen dem 01.07.2018 und 30.06.2019 sukzessive zur jeweils nächsten Beitragsfälligkeit angepasst.

Grund der Anpassung

Im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft hat ein unabhängiger Treuhänder ermittelt, dass der Durchschnitt der Schadenzahlungen aller zum Betrieb der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zugelassenen Versicherer im Vergleich der Kalenderjahre 2017 zu 2016 um 9,8 % gestiegen ist. Da in den beiden Vorjahren keine Angleichung wirksam wurde, errechnet sich eine Erhöhung aller Schadenzahlungen im Durchschnitt gegenüber 2015 um insgesamt 13,6 %. Somit ist für die Versicherer eine Beitragsangleichung um plus 10 % möglich.

Anpassung der Continentale
In der Berufs-Haftpflichtversicherung passt die Continentale die Beiträge um nur 5 % an. Das ist möglich, weil der Versicherer aufgrund seiner guten Ertragslage daran seine Kunden partizipieren lässt.
Anpassung der Mitbewerber
Die meisten anderen Haftpflichtversicherer wenden in 2018/19 die Beitragsangleichung an, und erhöhen die Beiträge um meist 10 %.

Mein Ratschlag

Stellen Sie Ihren Tarif um. Ab dem 01.07.2018 führt die Continentale einen neuen Tarif in der Berufshaftpflichtversicherung ein. Für Heilpraktiker bzw. Heilberufe und Gesundheitsfachberater sinken die Beiträge und es steigt leicht der Leistungsumfang. Als Bestandskunde können Sie in diesen Tarif jederzeit ab dem 01.07.2018 wechseln.

Siehe hierzu meinen Beitrag > Neutarif bei der Continentale zum 01.07.2018.

Neuordnung Ihrer Berufshaftpflichtversicherung

 

 

 

 

Neutarif bei der Continentale zum 01.07.2018

Beitrag runter – Leistung rauf

Die Berufshaftpflichtversicherung für Heilpraktiker und alle sonstigen Heil- und Gesundheitsberufe wird zum 01.07.2018 bei der Continentale Sachversicherung AG neu aufgelegt.

Die wichtigsten Änderungen:
Es ergibt sich ein etwas erweiterter Leistungskatalog und deutlich günstigere Beiträge. Darüber hinaus, wird nun auch auf vielfachen Wunsch der Kunden eine Versicherungssumme von 10 Mio. Euro pauschal für Personen- und Sachschäden, 100.000,- Euro Vermögensschäden angeboten. Möglich waren bisher nur Versicherungssummen von 3 und 5 Mio. Euro pauschal für Personen- und Sachschäden, 100.000,- Euro Vermögensschäden.

Sobald mir die gedruckten Versicherungsbedingungen vorliegen, werde ich diese für Sie aufarbeiten.

Für Bestandskunden der Continentale steht es frei, ab dem 01. Juli 2018 in den Neutarif zu wechseln. Einen solchen Wechsel kann ich nur empfehlen. Hierzu wenden Sie sich bitte an uns.

Anfrage zur Neuordnung Ihrer Berufshaftpflichtversicherung

 

DSGVO

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Berufshaftpflichtversicherung

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stellt gerade Heilberuflicher und Gesundheitsfachberufe vor große Herausforderungen. Im Prinzip ist diese zu begrüßen. Andererseits führt dies auch zu einer Art von Überregulierung, weil sich Firmen dadurch enthaften werden, umfangreiche Datenschutzhinweise in ausgeklügelster Form zu formulieren, die dann zur Folge haben können, dass sich diese kein Mensch mehr durchlesen oder verstehen wird. Zumal der Kunde meist sowieso keine Wahl hat. Entweder er akzeptiert diese oder sucht sich jemanden anderen.  Und das „Spiel“ beginnt von vorne.

Einige Anbieter von Berufshaftpflichtversicherungen haben in ihren aktuellen „Besondere Bedingungen und Risikobeschreibungen“ (BBR) – analog der GDV Empfehlung – Vermögensschäden aus der Verletzung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) bisher wie folgt mitversichert:

Vermögensschäden aus der Verletzung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG)
Eingeschlossen sind – abweichend von Ziffer (…) – Haftpflichtansprüche aus der Verarbeitung personenbezogener Daten im Sinne des BDSG zu eigenen Zwecken, auch wenn der Versicherungsnehmer diese Daten verarbeiten lässt, und wegen eines durch die Verletzung von Vorschriften des BDSG unmittelbar verursachten Vermögensschadens von einem Dritten haftpflichtig gemacht wird. [Teils auch, sehr wichtig wegen der neunen DSGVO:] Mitversichert sind Haftpflichtansprüche auf Ersatz eines immateriellen Schadens wegen Verletzung eines Persönlichkeitsrechts.

Mitversichert ist im gleichen Umfang die persönliche gesetzliche Haftpflicht der Organe und Bediensteten des Versicherungsnehmers, zu denen auch der Datenschutzbeauftragte zählt, gegenüber Dritten. Der Versicherungsschutz erstreckt sich nicht auf Ansprüche auf Sperrung und Löschung von Daten sowie die hiermit zusammenhängenden Verfahrenskosten. Auch fallen Bußgelder, Strafen und Kosten derartiger Verfahren nicht unter die Deckung.“

Das BDSG wird zum 25.05.2018 geändert und wird zukünftig ergänzend zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelten. Um den Kunden zukünftig umfangreicheren Versicherungsschutz zu gewähren, werden die betroffenen Versicherer mit einem neuen Tarif zum voraussichtlich 01.07.2018 die Klausel teilweise umschreiben und nicht mehr alleine auf das BDSG abstellen.

Auf der sichern Seite sind Kunden, wenn schon bisher in den Bedingungen einfach nur auf „Datenschutzbestimmungen“ abgestellt wurde. Das beinhaltet neben anderem dann auch die DSGVO.

Mein Ratschlag:

Fragen Sie bei uns an, wie Ihnen Ihr Versicherer die erweiterte DSGVO im bedingungsgemäßen Umfang als versichert zur Verfügung stellen kann. Darüber hinaus empfiehlt sich der Abschluss einer DSGVO Rechtsschutzversicherung. Diese übernimmt Kosten, die nicht im Rahmen einer Berufs-Haftpflichtversicherung abgedeckt werden.

DSGVO-Rechtsschutzversicherung

 

Physiotherapie ohne Rezept

Physiotherapie ohne ärztliche Verordnung

im Kontext einer Berufshaftpflichtversicherung

Physiotherapeut zu sein ist ein hochqualifizierter Gesundheitsfachberuf, aber kein Heilberuf. Hieraus folgt, dass ein Physiotherapeut keinen eigenen Befund bzw. keine Diagnose hinsichtlich der sich anschließenden Linderung oder Heilung seiner Beschwerden stellen darf. Er ist insoweit auf ein Rezept bzw. auf eine ärztliche Verordnung angewiesen, um tätig werden zu können. Dies umfasst im Kontext auch die Erstattungsfähigkeit durch die gesetzliche und private Krankenversicherung. Beide erstatten nur dann die Kosten, wenn eine solche Verordnung vorliegt.

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Heilpraktiker und Botox

Heilpraktiker und Botulinumtoxin-Präparate

Neufassung vom 09.03.2018

Heilpraktiker mit einer HP-Erlaubnisurkunde sind Heilberufler. Als solche dürfen sie nicht-verschreibungspflichtige Substanzen wie z.B. Hyaluronsäure unterspritzen oder Fadenlifting mit resorbierbaren Fäden durchführen. Eine entsprechende Aus-/Fortbildung qualifiziert sie hierfür. Diese Risiken können auch innerhalb einer Heilpraktiker Berufshaftpflichtversicherung mitversichert werden. Doch wie steht es bei Botox?

Wir bieten Heilpraktikern die Möglichkeit Faltenunterspritzungen mittels Botox im
Rahmen einer Berufshaftpflichtversicherung mitzuversichern.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

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Tiergestützte Therapie in der Berufshaftpflichtversicherung

Vorteilhafte Versicherungsbedingungen einer Berufshaftpflichtversicherung sehen für Berufe im Heilwesen im „Kleingedruckten“ vor, dass die Einbeziehung von Kleintieren zu Therapiezwecken ohne Zuschlag als mitversichert gilt.

Dies liest sich dann im Originaltext bspw. folgendermaßen:

„Mitversichert ist im Rahmen dieses Vertrags und im bedingungsgemäßen Umfang auch ohne besondere Anzeige die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers aus dem Einsatz von Kleintieren (auch Hunden) zu Therapiezwecken für die versicherte Praxis mit Einschluss der gesetzlichen Haftpflicht des nicht gewerbsmäßigen Tierhüters in dieser Eigenschaft“.

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Arzneimittel aus dem EU-Ausland

In den Versicherungsbedingungen der Heilpraktiker Berufshaftpflichtversicherung kommt meist zum Ausdruck, dass die ausgeübten Tätigkeiten bzw. Behandlungen – neben anderen Bestimmungen – dann versichert sind, sofern dem keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften sowie behördlichen Auflagen oder Verbote entgegenstehen.

Sofern Sie nach dem Gesetz zur Verschreibung von rezeptfreien Medikamenten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen befugt sind, was bei Heilpraktikern immer der Fall ist, wird dieser Fall vom Versicherungsschutz umfasst.

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Eigenblutbehandlung: Verbot für Heilpraktiker?

Als Heilpraktiker haben Sie sich bereits über das Transfusionsgesetz (TFG) und das Arzneimittelgesetz (AMG) sowie den Meldepflichten an die Arzneimittelüberwachungsbehörde  kundig gemacht, wenn Sie entsprechende Behandlungen durchführen. Beide Gesetze sind relevant, wenn Eigenblut aufbereitet wird (dann wird es zum Arzneimittel) und so anschließend injiziert wird (TFG).

Die Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG) hat in einer Arbeitsgruppe kürzlich ein Votum zum TFG vorgelegt, nachdem eine solche Behandlung durch Heilpraktiker praktisch untersagt werden soll.

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Gütesiegel „Psychologisches Gesundheitsangebot“

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)  vergibt für geprüfte App-basierte Onlineberatungen das Gütesiegel „Psychologisches Gesundheitsangebot“

Über den „Therapeuten in der Hosentasche“ berichtet bereits am 11.06.2012 der Spiegel in seiner Onlineausgabe.

Auch nach meiner Erfahrung setzen immer mehr Psychologen auf eine psychologische Onlineberatung mittels automatisierter Apps. Um sich vor unprofessionellen Anbietern abzusetzen, setzt der BDP auf ein Gütesiegel.

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